Warum Content Marketing eine Fachgruppe braucht

Vor gut einem Monat hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. die Fokusgruppe Content Marketing ins Leben gerufen. In dieser Gruppe werden künftig Agenturen und Experten aus dem Bereich Content Marketing zusammenkommen und Standards sowie verlässliche Messverfahren für diese Disziplin schaffen. Eine sinnvolle Maßnahme!

Die ehemalige Bundesministerin Ulla Schmidt sorgte zu ihrer aktiven Zeit mit folgendem Ausspruch für Schmunzeln: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis.“ Zwar war dieser Spruch auf die Bürokratie in der Politik bezogen, er trifft aber auch sehr gut auf andere Bereiche zu. Jetzt gründet der BDVW also eine Fachgruppe zum Thema Content Marketing und glaubt damit den richtigen Schritt gemacht zu haben. Und tatsächlich – diese Gruppe hat es in sich und ist definitiv mehr als nur die Summe derer, die dort tagen werden. Vor allem ist eine solche Gruppe – anders als so mancher Schmidt’sche Arbeitskreis – tatsächliche notwendig. Content Marketing, eines der Buzzwords der letzten Jahre, scheint für viele Marketers die Zukunft der Branche zu sein. Allerdings: Über Content Marketing wird viel gesprochen, grundlegende Definitionen und Vorgaben, was sich dahinter verbirgt, gibt es allerdings nicht. Die sind aber dringend notwendig, wenn die noch junge Gattung das einlösen soll, was viele von ihr erwarten: das Marketing zu revolutionieren.

Viele Akteure verderben eben nicht immer den Brei

Etliche Agenturen sind seit vielen Jahren in der Kommunikation und im Marketing unterwegs. Da ist es nur verständlich, dass sie sich auch dem Content Marketing widmen. Ansätze, wie das gehen kann, gibt es viele. Eine verbindliche Definition oder Norm für Content Marketing aber nicht. Hier die eine Agentur als Vorreiter oder die andere Agentur als völlig Content Marketing-fremd zu bezeichnen, wäre nicht nur falsch,  sondern auch fatal für die Gattung. Richtig ist, dass Content Marketing über viele Facetten verfügt. Und ja, zahlreiche Akteure haben tatsächlich in der einen oder anderen Form Berührungspunkte zum Content Marketing. Es gibt beispielsweise die einen, die Content erstellen. Dann die anderen, die ihn technologisch vorantreiben. Und dann noch die, die ihn distribuieren und aktivieren wollen. Tatsächlich ist die Summe aller Anstrengungen genau das, was Content Marketing ausmacht.

Content Marketing ist letztlich das große Ganze. Sprich: von der Strategie über Daten, die Inhalte vorgeben, hin zur Distribution auf den richtigen Kanälen und letztlich der Aktivierung. Jede Agentur, die entlang dieser Wertschöpfungskette etwas abliefern kann, trägt dazu bei, dass Content Marketing besser wird. Noch besser für den Kunden, wenn eine Agentur wie Newcast den kompletten Kreislauf bedient.

Eine Fokusgruppe macht ihren Job
Für die einen ist Content Marketing einfach nur eine neue Strömung, für die anderen ist sie eine Revolution in ähnlichem Ausmaß wie die Erfindung des Buchdrucks. Darf eine solche Revolution durch Eigeninteressen verhindert werden? Ganz klar nein. Denn nur, wenn Agenturen das Thema Content Marketing gemeinsam nach vorne bringen, kann sich die Gattung so entfalten, wie sie es verdient hat. Und diese Absprachen ergeben nur dann einen Sinn, wenn sich möglichst viele „Fachleute“ mit ihnen einverstanden erklären. Die Diskussion sowie das Finden von solchen Grenzen und Definitionen können nur in Fokusgruppen erfolgen. Was hier gemeinschaftlich beschlossen wird, hat Wert und gilt draußen im Markt. Aufgaben hat die neue Fokusgruppe übrigens genügend. Beispielsweise klare Standards zu definieren und Zertifizierungen für geprüfte Content Marketing Dienstleister zu entwickeln. Darüber hinaus geht es aber auch um Themenfeldern wie beispielsweise dem Content Marketing in der Politik. Die Bandbreite reicht entsprechend von ganz spezifisch bis zu gesellschaftlich relevanten Themen.
Bereits jetzt dürfte klar sein: eine Fokusgruppe ist – Ulla Schmidt hätte sie sicherlich Arbeitskreis genannt – zwingend notwendig.

Denn solche Ergebnisse schränken Content Marketing in keiner Weise ein oder grenzen andere Agenturen aus. Sie setzen Standards, auf die die Kunden vertrauen können. Und an die sich die Agenturen halten müssen. Zum Wohle der Gattung!

Übrigens: In den Vorsitz der Fachgruppe wählte das Forum in seiner konstituierenden Sitzung den Geschäftsführer von Newcast – Ingo Kahnt als Vertreter des Vorsitzenden.

Kommentare (bis jetzt keine Kommentare)

Einen Kommentar verfassen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vorheriger Beitrag

Content ROI – Warum Content Marketing von Anfang an seinen Beitrag zur Wertschöpfung beweisen muss

Nächster Beitrag

Roboter übernehmen die Kommunikation, oder?