Content Marketing – ohne KPIs geht es einfach nicht!

Würden Sie ein Auto kaufen, ohne dessen Leistungswerte zu kennen? Keine genauen PS-Zahlen, keine Beschleunigungswerte, keinen Verbrauch. Würden Sie nur der Marketingsprache vertrauen, in der das Auto über den grünen Klee gelobt wird? Sicherlich nicht.

Dennoch machen viele Unternehmen beim Content Marketing genau das. Sie vertrauen blind auf Ihre Inhalte, seien es Texte, Fotos oder Bewegtbild.
Konkrete, vordefinierte Ziele – Fehlanzeige. Vielfach entscheidet hier das Bauchgefühl oder der oberste Boss. Weil er das immer schon so getan hat und die Firma damit ja nun einmal nicht schlecht gefahren ist.

Content Marketing ist aber kein Selbstzweck. Weder für das Unternehmen noch die Agentur, die die Maßnahmen umsetzen soll. Im Idealfall basiert Content Marketing auf einer Strategie. Diese Strategie gibt nicht nur vor, welche Inhalte sinnvoll zu spielen sind. Sie gibt auch vor, in welchen Kanälen diese Inhalte stattfinden. Eine Umfrage der britischen Zeitung „The Guardian“ aus dem letzten Jahr zeigt allerdings, dass 13 Prozent der befragten Unternehmen Content Distribution und Erfolgsmessung gar nicht berücksichtigen und 27 Prozent sich um diese Aspekte erst dann kümmern, wenn der Content fertig erstellt wurde.

Ein großer Fehler. Denn wer zuerst den Content erstellt und dann schaut, wo er hinkommt, hat garantiert den falschen Content erstellt. Content, der weder gelesen oder gesehen wird und der sicherlich im falschen Kanal vor sich hin schlummert.

Fakt ist: Wer sein Content Marketing nicht hinterfragt und nicht mithilfe von Key Performance Indicators (KPIs) überprüft, kann sich die Arbeit – und damit das Geld –auch sparen.

KPIs machen das Marketingleben einfacher

Die Aufgabe von KPIs: Sie erfassen präzise, ob die eigene Strategie zum gewünschten Ergebnis führt. Denn KPIs sind nichts anderes als die vom Unternehmen gefassten Marketingziele, die in messbare Einheiten übertragen werden. Viele Unternehmen scheinen aber die Chance solcher KPIs noch nicht verstanden zu haben oder tun sich mit der Auswahl schwer. Dabei ist die Auswahl letztlich sehr einfach.

Welche Kennzahlen im Einzelfall untersucht werden sollten, hängt ganz von den strategischen Zielen des Content Marketing-Projekts ab. Mit Blick auf den Marketing Funnel unterscheiden sich die Kennzahlen zwischen Brand Awareness (Aufmerksamkeit), Consideration (Abwägung) und Conversion (Aktion/Kauf) in der jeweiligen Methodik. Für den ROI ist vor allem eine Gesamtbetrachtung wichtig, welche die Kennzahlen aus Search, Social, Paid-Content-Distribution und den CRM-Kanälen zusammenbringt und bewertet. Dazu an anderer Stelle demnächst mehr.

Wer es etwas detaillierter haben möchte – bitte sehr, hier einige Beispiele für KPIs:

  • Generierte Leads: Die erstellten Inhalte sollen identifizierte Leads generieren, beispielsweise durch den Aufruf zum Download einer Broschüre.
  • Verkaufszahlen: Der Erfolg schlägt alles. Wenn der Umsatz steigt, ist alle im grünen Bereich.
    Übrigens: Hier sollten Marketing und Vertrieb eng verzahnt sein.
  • Profit: Der ultimative KPI. Wie beeinflussen die Inhalte die Customer Lifetime Value?
  • Weiterempfehlungen: Wer ist zum Fan Ihres Unternehmens geworden und hat Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung weiterempfohlen?
  • Kundenbindung: Bestandskunden kosten Ihrem Unternehmen weniger als Neukunden-Akquise. Es sind auch diejenigen, die die Marke weiterempfehlen werden.

Die Liste ließe sich noch beliebig ergänzen, gibt aber bereits einen Eindruck, wie wichtig KPIs sind. Sie sagen nicht nur etwas über den Erfolg des Content Marketings an sich aus, sondern sie bieten auch immer eine Chance. Dank vernünftig ausgewählter KPIs lässt sich jede Content Marketing-Kampagne feinjustieren. Bleiben die KPIs unter den erwarteten Ergebnissen zurück, so kann bereits die Anpassung einer Headline oder die etwas anderes Ausrichtung des Inhalts den gewünschten Effekt haben.

Unternehmen müssen verstehen, dass KPIs wichtige und unverzichtbare Hilfsmittel sind, die den Erfolg von Content Marketing maßgeblich unterstützen. Denn wie bereits am Anfang erwähnt – niemand würde ein Auto kaufen, von dessen Leistung er keine Ahnung hat.

Kommentare (bis jetzt keine Kommentare)

Einen Kommentar verfassen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vorheriger Beitrag

Internet World Business Expert Insights mit Ingo Kahnt

Nächster Beitrag

Treibstoff für Geschichten – Wie Content Aktivierung Ihre Reichweite befeuert